Vorhautenge (Phimose)

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. Drucken

Bei der Vorhautenge ist es nicht oder nur schwierig möglich die Vorhaut der Penis über die Eichel nach hinten zu ziehen. Die Phimose ist im allgemeinen angeboren, in seltenen Fällen kann sie durch eine Erkrankung oder nach einer Verletzung entstehen.

Die Phimose verhindert eine ausreichende Hygiene des Penis, dies kann zu Entzündungen und bei langem Bestehen der Erkrankung im Erwachsenenalter sogar zu Entstehung bösärtiger Veränderungen führen.

Die Phimose kann nur operativ behandelt werden. Der Eingriff (Circumcision, Beschneidung) wird in Vollnarkose oder Regionalanästhesie durchgeführt. Die überschüssige Haut des Penis wird entfernt, danach werden die beiden Blätter der Vorhaut wieder miteinander vernäht. In Einzelfällen muss das eventuell zu kurze Vorhautbändchen (Frenulum) durchtrennt oder verlängert werden.

Je nach Wunsch des Patienten oder seiner Eltern wird die Operation als teilweise Beschneidung unter Belassung eines Vorhautrests oder als vollständige Circumcision,  bei der die Vorhaut komplett entfernt wird, durchgeführt.

Der Eingriff dauert 20 bis 30 Minuten. Die Fäden lösen sich normalerweise nach rund 2 Wochen oder können vom Patienten selbst entfernt werden. Eine spezielle Nachbehandlung ist nicht erforderlich, der Penis sollte jedoch nach dem Wasserlassen abgewaschen und eingecremt werden.

Bei der Circumcision des Erwachsenen ist der Geschlechtverkehr üblicherweise nach 3 bis 4 Wochen wieder möglich.