Narbenkorrekturen

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Nach jeder Verletzung oder Operation entsteht eine Narbe. Im Allgemeinen kann man bei einer Operation die Narbe so plazieren, dass sie später kosmetisch möglichst wenig stört und vor allem keine Einschränkungen, beispielsweise der Funktion eines Gelenks, nach sich zieht.

Dies erreicht der Operateur durch einen schonenden Umgang mit der Haut und einen feinen, möglichst spannungsarmen Verschluss der Wunde.

Nach Entfernung der Hautfäden sollte dann eine entsprechende Narbenbehandlung mit Eincremen, selbstständiger Narbenmassage und Schutz vor Sonneneinstrahlung erfolgen.
Es gibt jedoch Menschen, die zu einer verstärkten hässlichen Narbenbildung neigen (rothaarig, hellhäutig, Afrikaner) und es gibt Stellen am Körper, die für eine hässliche Narbenbildung prädestiniert sind (Schlüsselbeingegend, Schulterkappen).

Eine operative Korrektur einer Narbe sollte erst dann erfolgen, wenn der Vernarbungsprozess abgeschlossen ist und keine wegdrückbare Rötung der Narbe mehr vorliegt. Eine Narbenkorrektur sollte zur Vermeidung von Sonneneinstrahlung im Herbst oder Winter erfolgen.

Bei Narben mit einer Einschränkung der Funktion beispielsweise eines Gelenks ist der Eingriff eine Leistung, die von den Krankenkassen übernommen wird.

Die Beseitigung einer optisch störenden Narbe stellt eine kosmetische Operation dar, in diesem Fall müssen die Kosten für Operation, eventuelle Narkose und Nachbehandlung vom Patenten selbst getragen werden. Die Kosten eines solchen Eingriffs werden zwischen dem Patienten und dem Operateur festgelegt und sind – wie bei anderen kosmetischen Operationen auch – im voraus zu entrichten.