Hauttumoren

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Nahezu jeder Mensch hat auf seiner Haut optische Veränderungen wie Pfefferflecken, Altersflecken, Warzen usw. Es ist klar, dass nicht jede dieser Veränderungen chirurgisch entfernt werden muss.

Einige dieser Hautveränderungen können jedoch mit zunehmendem Alter und bei langandauernder und häufiger Sonneneinstrahlung bösartig werden. Es gibt einig Kriterien, die dringend nahelegen eine solche Hautveränderung operativ entfernen und von einem Pathologen feingeweblich untersuchen zu lassen:

  • Grössenzunahme
  • Dickenzunahme
  • Zunehmende Dunkelverfärbung
  • Schuppende Oberfläche
  • Nässende Oberfläche

Alle chirurgisch entfernten Hauttumoren müssen durch einen Pathologen untersucht werden, da sie solange als prinzipiell bösartig gelten müssen, bis das Gegenteil bewiesen ist.
Weiterhin ist es wichtig, dass die Entfernung des Gewebes in gesunder Umgebung erfolgen muss, d.h., dass es dürfen keine Reste des kranken Gewebes verbleiben, was insbesondere wichtig ist, wenn Bösartigkeit besteht.

Dies kann dazu führen, dass dann Defekte entstehen, die nicht durch „einfaches Zunähen“ verschlossen werden können, da es hierdurch insbesondere im Gesicht zu erheblichen Verziehungen und kosmetischen Problemen kommen kann.

Gerade beim Entfernen von Hauttumoren im Gesicht kommen Prinzipien und Techniken zur Anwendung, welche die plastische Chirurgie entwickelt hat. Bei Operationen im Gesicht ist darauf zu achten, dass die entstehenden Narben möglicht in den Spannungslinien der Haut liegen, da sie dann weitgehend unsichtbar sind.

Es ist zudem wichtig, dass Operations- und auch Verletzungswunden im Gesicht möglichst ohne Spannung vernäht werden, es sollte für die Naht der Haut nur feinstes Nahtmaterial unter Benutzung einer Lupenbrille benutzt werden.

Letztlich ist es auch wichtig, nach Entfernen der Fäden - was spätestens 1 Woche nach der Operation erfolgen muss - eine entsprechende Nachbehandlung der Narben durchzuführen.
Hierzu gehören regelmässiges Eincremen der Narbe, selbstständige Narbenmassage und der Schutz der Narbe vor Sonneneinstrahlung.

Manche bösartigen Hautumoren wie das Basaliom oder das Spinaliom können nur chirurgisch behandelt werden, d.h. allein die Operation heilt den Patienten von seiner Erkrankung, das maligne Melanom (schwarzer Hautkrebs) erfordert eine zusätzliche Behandlung mit Medikamenten, wobei zuvor noch die Suche nach eventuellen Tochtergeschwülsten (Metastasen) erfolgen muss.

Nach der Entfernung eines bösartigen Hauttumors ist es dann wichtig, die Narbe und natürlich auch andere Körperstellen auf das Auftreten erneuter oder anderer Veränderungen zu beobachten. Aus diesem Grund sollten solche Patienten bei ihrem Chirurgen in regelmässiger Kontrolle bleiben.

 

Vor der Operation:

Basaliom NaseAusgeschnittener Hauttumor der Nase, angezeichnete Schnittführung des Defektverschlusses mit sogenanntem “zweizipfligen Lappen”.

Nach der Operation:

Basaliom NaseErgebnis nach 3 Monaten, kaum sichtbare Narbenbildung.