Abstehende Ohren

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 Abstehende Ohren stellen insbesondere für Kinder oft ein erhebliches psychisches Problem dar, da die Betroffenen dann häufig durch andere Kinder wie Klassenkameraden etc. gehänselt werden und unter dieser Ausgrenzung dann sehr leiden können.

Normalerweise bildet die Ohrmuschel einen Winkel von etwa 30 Grad mit dem Kopf , bei abstehenden Ohren ist dieser Winkel deutlich größer, zudem ist die innere Falte der Ohrmuschel (Anthelixfalte) meistens nicht oder nur unvollständig ausgebildet. Eine nicht operative Behandlung von abstehenden Ohren ist nicht möglich.

Ziel der operativen Behandlung von abstehenden Ohren ist es, den normalen Winkel herzustellen und die eventuell fehlende Falte zu bilden.

Der Eingriff sollte ab besten vor der Einschulung durchgeführt werden, die Kosten werden üblicherweise noch bis zum 15. Lebensjahr durch die Krankenkassen übernommen, danach gilt die Operation als kosmetischer Eingriff, der vom Patienten selbst bezahlt werden muss.

Die Operation wird üblicherweise in Vollnarkose durchgeführt, bei älteren Kindern und Erwachsenen kann sie aber auch in Lokalanästhesie erfolgen.

Zunächst wird die Position der neuen Ohrmuschelfalte festgelegt. Der Hautschnitt liegt – später nahezu unsichtbar – hinter dem Ohr. Von dort wird der Knorpel der Ohrmuschel mit einer kleinen Fräse eingeritzt, danach wird die Ohrmuschel in die gewünschte Position gebracht und die Knorpelteile werden mit einigen selbstauflösenden Nähten aneinander fixiert. Nach eventuellem Entfernen von überschüssiger Haut wird die Wunde wieder vernäht.

Der Eingriff dauert pro Ohr etwa 30 Minuten. Die Fäden verbleiben je nach Alter des Patienten für 7 bis 10 Tage. Nach der Operation wird für einige Tage ein Kopfverband getragen, danach trägt der Patient für 3 Wochen ein Stirnband dauernd und für 3 weitere Wochen noch nachts.

Vor der Operation:

Otopexie

Nach der Operation:
Otopexie