Sehnenerkrankungen

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Erkrankungen der Sehnen – insbesondere der schnellende Finger – stellen mit die häufigsten Erkrankungen an der Hand dar.

Der schnellende Finger oder der schnellende Daumen treten überwiegend nach dem 50. Lebensjahr auf, Frauen sind häufiger betroffen als Männer.

Es handelt sich bei dieser Erkrankung um eine Verdickung der Beugesehnen, die dann an einem sogenannten Ringband hängen bleiben und ein – meistens schmerzhaftes – Schnappen des Fingers bei Streckung oder Beugung hervorrufen. Man kann sich dies vorstellen wie einen Faden mit einem Knoten, den man durch ein Nadelöhr zieht.

Manchmal sind die Patienten morgens überhaupt nicht in der Lage den betroffenen Finger zu bewegen, gelegentlich ist auch der Schmerz einziges Symptom.

Vor einer OP

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Nach einer OP

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Die Behandlung besteht in einer Spaltung dieses Ringbands in örtlicher Betäubung, wobei ein Hautschnitt von 1,5 bis 2 cm Länge in der Innenhand oder an der Unterseite des Daumengrundgelenks angelegt wird. Da der Eingriff in örtlicher Betäubung erfolgt, kann bereits während der Operation der Erfolg der Behandlung geprüft werden. Der Eingriff dauert üblicherweise etwa 10 Minuten.

Eine andere recht häufige Erkrankung der Sehnen ist die Tendovaginitis stenosans de Quervain. Diese Erkrankung stellt eine chronische Schwellung der Sehnenschleimhaut im sogenannten 1. Strecksehnenfach dar, einem Kanal an der Daumenseite des Handgelenks durch den zwei Strecksehnen verlaufen.

Diese Erkrankung ist gekennzeichnet durch Schmerzen an der Daumenseite des Handgelenks, die Betroffenen können nicht mehr fest zugreifen, oft fallen ihnen Gegenstände aus der Hand.

Die Behandlung besteht auch hier in einer Spaltung des Sehnenkanals in örtlicher Betäubung, der Hautschnitt ist etwa 4 cm lang.

Die einzige erfolgreiche nichtoperative Behandlung dieser Erkrankung besteht in der Injektion eines örtlichen Betäubungsmittels direkt in den Sehnenkanal, dies kann für eine kurze Zeit eine Linderung bringen, im allgemeinen kommt es nach einiger Zeit zum Wiederauftreten, was dann eine operative Behandlung erforderlich macht.

Die Operationen des schnellenden Fingers, des schnellenden Daumens und der Tendovaginits stenosans de Quervain stellen mit die dankbarsten Eingriffe in der Handchirurgie dar, da sie die Betroffenen im allgemeinen sofort nahezu beschwerdefrei werden lassen. Eine Ruhigstellung nach der Operation ist nicht erforderlich, sie kann sogar schädlich sein.

Wir führen in unserer Praxis weit über 100 dieser Operationen im Jahr durch, die Gesamtdauer der Behandlung beträgt selten mehr als 3 Wochen.