Hammerzehe (Hallux malleus)

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Die Hammerzehe ist eine Fehlstellung im Bereich der 2. bis 5. Zehe, die aus einer Überstreckung im Grundgelenk mit gleichzeitiger vermehrter Beugung im Mittelgelenk besteht. Bei zusätzlich noch vermehrter Beugung im Endgelenk spricht man vom einer „Krallenzehe“.

Genau wie beim Hallux valgus sind nichtoperative Behandlungsmethoden meistens nicht erfolgreich.

Die operative Behandlung der Hammerzehe besteht zunächst in einer Entfernung des nicht mehr voll beweglichen Mittelgelenks, der Operation nach Hohmann. Hierdurch wird die Zehe etwas verkürzt, der verstärkte Zug der Beugemuskeln lässt nach und die Zehe begradigt sich wieder. Im allgemeinen wir die Stellung der Zehe dann mit einem dünnen Bohrdraht für 3 Wochen fixiert, der Draht kann danach einfach wieder herausgezogen werden.

Gelegentlich reicht die OP nach Hohmann nicht aus, dann führt man zusätzlich während der gleichen Operation eine Lösung der verkürzten Kapsel des Grundgelenks durch.
In seltenen Fällen ist auch dies nicht ausreichen, so dass eine Verkürzung des betreffenden Mittelfußknochens erfolgen muß, die sogenannte Operation nach Weil. Dies kann vor allem bei sehr langen Mittelfußknochen erforderlich sein.

Die Operation nach Hohmann wird 3 Wochen in einem Spezialschuh entlastet, nach der Weil - Operation beträgt die Entlastungszeit 6 Wochen.

Die Behandlung der Krallenzehe wird genau wie bei der Hammerzehe durchgeführt.